Eine 16-kWh-Heimbatterie klingt viel, bis man sie mit dem tatsächlichen Stromverbrauch eines Haushalts vergleicht. Für manche Haushalte reichen 16 kWh problemlos aus, um den Bedarf abends und nachts zu decken; für andere, insbesondere solche mit Klimaanlage, Wärmepumpe oder Ladestation für Elektrofahrzeuge, reicht sie möglicherweise nur für die wichtigsten Geräte und für eine begrenzte Zeit.
Die richtige Antwort lautet nicht einfach „16 kWh reichen aus“ oder „16 kWh sind zu wenig“. Sie hängt von Ihrem täglichen Stromverbrauch, der Solarstromproduktion, den Reservelasten und der Menge an Energie ab, die Sie bei einem Stromausfall vorhalten möchten.
Die erste Zahl, die Sie überprüfen sollten, ist Ihr durchschnittlicher täglicher Stromverbrauch.
Verbraucht ein Haushalt 12 kWh pro Tag, stellt eine 16-kWh-Batterie einen beträchtlichen Anteil der täglichen Energieversorgung dar. Verbraucht derselbe Haushalt hingegen 40 kWh pro Tag, trägt die Batterie wesentlich weniger zum Gesamtenergiebedarf bei.
Deshalb sollte die Batteriekapazität anhand tatsächlicher Stromdaten ausgewählt werden, anstatt die größte verfügbare Batterie zu wählen.
Eine 16-kWh-Batterie kann viele gängige Haushaltsgeräte versorgen, darunter Kühlschränke, Lampen, Router, Fernseher und andere wichtige Haushaltsgeräte.
Die Laufzeit verkürzt sich erheblich, wenn leistungsstarke Geräte wie Klimaanlagen, elektrische Warmwasserbereiter, Öfen oder Ladegeräte für Elektrofahrzeuge miteinbezogen werden.
Beispielsweise verbraucht eine Last von 1 kW theoretisch etwa 1 kWh pro Stunde. Eine Last von 2 kW verbraucht etwa 2 kWh pro Stunde. Die tatsächliche Laufzeit ist kürzer als in einer einfachen Berechnung, da auch die Systemeffizienz, Reserveeinstellungen und die Betriebsgrenzen der Batterie eine Rolle spielen.
Eine Batterie muss nicht unbedingt Ihr Haus von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang ununterbrochen mit gespeicherter Energie versorgen.
Mit Solarenergie kann sich die Batterie abends entladen und am nächsten Tag wieder aufladen, wenn die Photovoltaikanlage mit der Stromproduktion beginnt.
Dadurch entsteht ein täglicher Zyklus:
Solar → Haushaltsverbrauch → Batterie → Abendverbrauch → Solarladung
Für viele Hausbesitzer ist dies nützlicher als die einfache Frage, wie viele Stunden eine Batterie ein Haus mit Strom versorgen kann.
Der Bedarf an Backup-Lösungen unterscheidet sich vom täglichen Eigenverbrauch von Solarstrom.
Wenn Ihnen der Schutz vor Stromausfällen am wichtigsten ist, sollten Sie die Geräte identifizieren, die unbedingt mit Strom versorgt werden müssen. Ein Kühlschrank, ein WLAN-Router, Lampen und ausgewählte Steckdosen benötigen deutlich weniger Energie als ein ganzes Haus mit Klimaanlage und elektrischer Heizung.
Aus diesem Grund kann für eine Notstromversorgung oft eine kleinere Batterie verwendet werden als für eine Hausnotstromversorgung.
Eine 16-kWh-Batterie kann für viele Wohnhäuser ein sinnvoller Ausgangspunkt sein. Eine 32-kWh-Konfiguration ist möglicherweise besser geeignet für größere Häuser, höheren Stromverbrauch oder längere Notstromversorgungszeiten.
Die wichtige Frage lautet nicht: „Welche Batterie ist die größte?“
Es ist:
Wie viel Energie benötige ich tatsächlich zwischen den Solarproduktionsphasen, und welche Verbraucher möchte ich während eines Stromausfalls weiter betreiben?
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